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Maskenpflicht in Bayern

Bis 26. April besteht keine Pflicht, einen Mundschutz zu tragen. Allerdings gilt ein Mundschutzgebot, also eine dringende Empfehlung zum Tragen eines Mundschutzes, vor allem beim Einkaufen und bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Und das hat gute Gründe: Beim Sprechen, Niesen oder Husten entstehen feine Atemwolken oder Tröpfchen, die Viren transportieren können. Schutzmasken vor Mund und Nase verhindern, dass Viren mit den Tröpfchen in die Luft gelangen und Menschen sich infizieren, wenn diese Tröpfchen auf ihre Schleimhäute gelangen.

Ab 27. April wird aus dem Mundschutzgebot eine Maskenpflicht. In Bayern sind Sie dann in Läden und im öffentlichen Nahverkehr verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dies kündigte Ministerpräsident Markus Söder in einer Regierungserklärung am 20. April an. So genannte Community-Masken, also Behelfs- oder Alltagsmasken aus Stoff oder Papier oder ein Schal sind hierfür ausreichend.

FAQ’s zum Thema Maskenpflicht

Maske ist nicht gleich Maske

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Robert Koch-Institut unterscheiden zwischen filtrierenden Halbmasken, OP-Masken und textilen Barrieren, den Community-Masken. Alle genannten Masken werden zur Bedeckung von Mund und Nase genutzt. Allerdings unterscheiden sie sich in den Schutz- und Leistungsmerkmalen.

Die filtrierenden Masken, die sogenannten FFP2- und FFP3-Masken, sind für den Einsatz im Medizinsektor gedacht, also in Kliniken, Senioren- und Pflegeheimen, Arztpraxen und Behinderteneinrichtungen sowie im Rettungsdienst.

FFP2- und FFP3-Masken gelten als nahezu virenundurchdringlich. Es gibt sie auch mit eingebautem Ventil, das die Atmung erleichtert. Allerdings können durch das Ventil auch Viren entweichen. Masken mit Ventil schützen demzufolge nur den Träger, aber keine anderen Menschen. FFP2- und FFP3-Masken sollten nach dem Gebrauch nicht wiederverwendet werden – außer, sie tragen die Kennzeichnung „R“. Diese können nach einer Reinigung und Desinfektion der Dichtlippe weiter eingesetzt werden.

Medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS), auch OP-Maske genannt, bietet einen einfachen Schutz für die Träger. Er reduziert die Abgabe von Tröpfchen und fängt auch Tröpfchen ab, ist jedoch nicht virendicht. Es handelt sich um Einwegmasken, die maximal acht Stunden verwendet werden und danach im Müll entsorgt werden sollten. Beim Tragen ist darauf zu achten, dass der Mund-Nasen-Schutz richtig herum aufgesetzt wird, der Drahtbügel eng an der Nase anliegt und die Maske das Kinn bedeckt, sie also das Gesicht gut umschließt.

Auf der Straße sieht man derzeit viele Träger von selbst genähten Stoffmasken. Diese Behelfsmasken schützen nicht so gut wie OP-Masken, aber auch sie fangen Tröpfchen ab und reduzieren so das Risiko, andere anzustecken. Einen hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion bieten sie nicht, aber Behelfsmasken schärfen das Bewusstsein für einen achtsamen Umgang mit sich und anderen. Wenn ausreichend Menschen diese Community-Masken tragen, erhöht sich der Eigenschutz, daher herrscht ab 27. April in Bayern eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr.

Behelfsmasken können zum Beispiel aus Baumwolltüchern und Shirts oder aus Kissenbezügen gefertigt werden. Im Prinzip ist jeder Stoff geeignet, der relativ dicht und atmungsaktiv ist, bei mindestens 60 Grad gewaschen werden kann und so formbar ist, dass er sich dem Gesicht anpasst.

Sind die Masken feucht, sollten sie ausgetauscht und ersetzt werden. Frisch und bei mindestens 60 Grad gewaschen können sie erneut verwendet werden. Es ist deshalb empfehlenswert, eine größere Menge solcher Behelfsmasken zur Verfügung zu haben.

So tragen Sie die Maske richtig

  • Bitte halten Sie auch beim Tragen der Maske weiterhin den empfohlenen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ein.
  • Bevor eine Maske aufgesetzt oder abgenommen wird, sollten Sie die Hände gründlich mit Seife reinigen.
  • Zum Auf- oder Absetzen ist es sinnvoll, die Maske an Schlaufen anzufassen und sie ansonsten nicht zu berühren.
  • Wird die Maske feucht, verringert sich ihre Schutzwirkung und sollte möglichst schnell ausgewechselt werden.

Mehr zum Thema

Häufig gestellte Fragen zum Mund-Nasen-Schutz (STMGP)

Informationen zum Mund-Nasen-Schutz (BfAM)

Informationen zum Mund-Nasen-Schutz (Robert Koch-Institut)

Masken selbst herstellen

Sie können textile Masken selbst herstellen. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen. In unserer Auswahl finden Sie eine Nähanleitung des Staatstheaters Nürnberg, von Spitz Maßdesign aus Erlangen und eine Bastelanleitung für einen Mundschutz, der auch für Kinder geeignet ist und für den Sie keine Nähmaschine benötigen.

Anleitung des Staatstheaters Nürnberg

Anleitung von Spitz Maßdesign

Anleitung ohne Nähen

Masken kaufen

In Drogeriemärkten, Supermärkten oder Apotheken sind Masken nicht immer erhältlich. Aber die Nachfrage lohnt sich trotzdem! Gerade Apotheken bekommen derzeit regelmäßig Lieferungen.
Viele Hobby- oder Berufsschneider stellen derzeit Community-Masken her. Diese können Sie online bestellen. Hier eine Auswahl aus der Metropolregion Nürnberg.

Bestellung über Online-Shops

Alternativen zu Masken

Sie könne nicht nähen und konnten keine Community-Maske kaufen? Als Alternative können Sie zur Not auch einen Schal oder ein Tuch vor Mund und Nase binden. Bitte beachten Sie unbedingt die Punkte zum richtigen Tragen der Masken.

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