Die Bauschuttdeponie Kreitmeier entlang der Gemeindeverbindungsstraße Gsteinach nach Feucht wächst augenscheinlich in die Höhe. Deshalb häufen sich die Anfragen im Rathaus Schwarzenbruck hinsichtlich dieser höheren Schüttung.

Es ist tatsächlich so wie unsere Bürger dies wahrnehmen, dass eine größere Schütthöhe vorliegt, als das Planfeststellungsverfahren vorsieht. Der zuständige Geschäftsführer der Firma Kreitmeier hat 1. Bürgermeister Ernstberger informiert, dass die Grundabdichtung für die neue Lagerfläche noch nicht zur Verfügung steht, weil die vorgeschriebenen Abdichtungsschichten noch nicht eingebracht und vom Landratsamt abgenommen sind.

Zum Verständnis: Damit das Grundwasser vor eindringenden Sickerwässern geschützt wird, muss eine 2,10 m starke Grundabdichtung vorgenommen werden. Dazu werden sieben Schichten mit jeweils 30 cm Dicke nacheinander eingebracht. Hierzu wird speziell vorgeschriebenes Material verwendet. Nach jeder Schicht nimmt das Landratsamt Roth Proben von dieser eingebrachten Schicht, schickt es ins Labor um festzustellen, ob das richtige Material eingebracht wurde. Erst nach Freigabe dieser Schicht darf die zweite Schicht eingebracht werden. Jede Schicht muss abgenommen und beprobt werden.

Im Augenblick hat die Firma Kreitmeier fünf Abdichtungsschichten eingebracht und darf mit der sechsten bzw. siebten Schicht erst beginnen, wenn die Freigabe durch das Landratsamt vorliegt.

Da derzeit enorm viel Bauschutt und Aushub durch die rege Bautätigkeit anfällt muss die Firma Kreitmeier die ankommenden Mengen zwischenlagern. Das ist die jetzt sichtbare aufgeschüttete Überhöhung der Deponie, die nur vorübergehende als Zwischenlager dient, bis die letzte Grundabdichtungsschicht vom Landratsamt abgenommen ist. Wenn die Freigabe des Landratsamtes Roth vorliegt, wird die überschüttete Bauschuttmenge in die frei gegebene Deponiefläche mit der Raupe verschoben, so dass die im Planfeststellungsverfahren festgelegte Höhe für den Endzustand eingehalten wird.

Durch die großen Mengen Bauschutt die derzeit angeliefert werden, wird die Deponie Kreitmeier voraussichtlich in drei bis vier Jahren verfüllt sein. Ein nahes Ende der Deponie Kreitmeier ist damit in nahe Zukunft gerückt.

Das Bild zeigt im Vordergrund eine noch nicht fertig gestellte Grundabdichtungsfläche. Im Hintergrund sieht man die überhöhte Zwischenlagerung, die nach Fertigstellung der Grundabdichtung wieder abgeschoben wird.