Partnerschaften und Patengemeinden

Partnerschaften und Patengemeinden

Ein vereintes Europa kann nur gelingen, wenn Kontakte auf den untersten Ebenen, also zwischen den Gemeinden, aufgenommen werden. Deshalb hat Altbürgermeister Albrecht Frister in einem Festakt am Europatag, dem 5.Mai 1991, Partnerschaftsurkunden und -verträge mit den Städten Kecel in Ungarn, Urretxu im Baskenland/Spanien und Geyer im Erzgebirge/Sachsen unterzeichnet. Die Verbindungen sollen einen wirtschaftlichen und kulturellen Austausch sowie gegenseitige Unterstützung hervorrufen.

Bereits über 40 Jahre währt der Kontakt zur Patengemeinde Gufidaun/Südtirol.

Hier stellen wir Ihnen die einzelnen Partnergemeinden und unsere Patengemeinde vor.

Patengemeinde: Gufidaun

PartnergemeindenKecel, Geyer, Urretxu

  • Gufidaun

    Gufidaun

    Die Gemeinde Gufidaun in Südtirol

    Im Mai 2012 wurde das 40-jährige Jubiläum der Partnerschaft mit dem Ort Gufidaun in Südtirol/Italien gefeiert.

    Gufidaun ist ein Ferienort in 734 Meter Seehöhe, behaglich, schmuck, gastfreundlich und malerisch. Er ist der Gemeinde Klausen eingegliedert und zählt über 400 Einwohner, die von Landwirtschaft, Holzindustrie und Fremdenverkehr leben.

    Ringsum Berge, Wald und Weiden und inmitten dieser Beschaulichkeit liegt – überragt von einem spitzen Kirchturm und zwei altersgrauen Burgen – eine Handvoll malerischer Häuser, Gufidaun. Der Autoreisende erreicht Gufidaun über die Brenner-Autobahn, Ausfahrt Klausen-Gröden. Die nächste Schnellzugstation ist Klausen.

    Die Verbindung vom ländlichen Charakter und allen neuzeitlichen Diensten und Bequemlichkeiten zeichnet den Ort aus. Die fünf Gasthöfe vermögen 150, die Privathäuser 50 Gäste aufzunehmen. Neben der herrlichen Landschaft sind an Sehenswürdigkeiten die beiden Burgen, Sommersberg aus dem 12. Jahrhundert und Coburg, die gotische Pfarrkirche mit ihren wertvollen Fresken sowie das Dorfmuseum zu erwähnen, das Einblick in die Kultur und früheren Lebensverhältnisse des Südtiroler Bauernvolkes gibt.

    Es besteht eine unerschöpfliche Auswahl an verkehrsfreien Spazier- und Wanderwegen. Gute Wanderkarten und Wegbeschreibungen stehen den Erholungssuchenden zur Verfügung. Hier trimmt dich der Wanderpfad in frischer und gesunder Luft, von der Medizin schon immer als beste Urlaubstherapie empfohlen. Wenn man im Jahr den Wunsch verspürt, schnell ein paar Tage auszuspannen, sich zu erholen, Pause zu machen in einem mildwürzigen Klima – kurz gesagt – wenn man einen Vollurlaub erleben möchte und die Jahreszeit keine Rolle spielt, dann ist Gufidaun in Südtirol gerade der richtige Ort. An den Berghängen gedeiht der köstliche Eisacktaler Wein, zusammen mit dem berühmten Südtiroler Bauernspeck und anderen Spezialitäten aus der Gufidauner Küche ist er ein Genuss.

  • Kecel

    Kecel

    Die ungarische Stadt Kecel

    Die Stadt Kecel mit ihren 10.000 Einwohnern liegt in der ungarischen Tiefebene, zwischen der Donau und der Theiß. Die einstige Pußta wurde zur Zeit der Heimatgründung von friedlichem Hirtenvolk bewohnt. Die verheerenden Ereignisse der späteren Jahrhunderte, wie der Tartarensturm und die Türkenherrschaft, ließen die Einheimischen in andere Landesteile zerstreuen. Dank der Bemühungen der Neubegründer der Gemeinde, die aus entfernten Gegenden des Landes kamen, erlebte Kecel seine Neugeburt. Die Neubesiedlung des Dorfes erfolgte im Jahre 1743.

    Die Einwohner von Kecel finden ihren Lebensunterhalt nach wie vor grundlegend in der Viehzucht, in der Forstwirtschaft, im Weinbau und im Gartenbau. Den Besuchern bietet sich eine traditionsreiche landwirtschaftliche Kultur.

    In der ersten Woche des Monats September, als Auftakt zur Weinlese, wird jedes Jahr in Kecel das Rennen der Zweispänner veranstaltet. Seit 10 Jahren treffen sich hier in Kecel die bekanntesten Pferdefreunde und Gespannfahrer, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

    Der Jägerverein des Ortes verfügt über ein Jagdrevier von 15.000 ha. Die größten Ereignisse sind die Rehbockjagd im Mai und die Hasen- und Fasanentreibjagd im Herbst.

    Die Weinproduzenten der Gemeinde sind in der Spezialgenossenschaft für Weinbau „Keceli Szölöfurt“ (Kecler Weintraube) zusammengeschlossen, die zu den größten Genossenschaften dieser Art gehört. Das Weinland umfasst 1.800 ha. Die Gemeinde liefert nicht nur 1/5 des Sauerkirschenertrages des Landes Ungarn, sie ist auch durch ihre Blumengärtner berühmt. Die Blumenausstellung, die jährlich am ersten Wochenende des Monats Dezember veranstaltet wird, entwickelte sich in wenigen Jahren zu einer internationalen Fachausstellung. Ein Wettbewerb der Blumenbindekunst, Kunstgewerbevorführungen und das bunte Marktgetümmel machen die Blumenparade zu einem echten Erlebnis. Die Blumenausstellung findet im Erziehungs- und Kulturzentrum der Gemeinde statt, das Ende der 80er Jahre mit Unterstützung der UNESCO erbaut wurde. Jeder Bürger in Kecel trug zu seiner Errichtung mit einer 2tägigen Arbeitsleistung bei. Gerne wollen die Bürger von Kecel Besucher willkommen heißen und eine echte ungarische Gastfreundschaft anbieten. Am 25. April 1993 wurde Kecel wegen seiner Bedeutung zur Stadt erhoben.

  • Geyer

    Geyer

    Die Stadt Geyer im Erzgebirge

    Die Stadt Geyer, im nordwestlichen Teil des Kreises Annaberg gelegen, ist dem Westerzgebirge zuzuordnen. Kennzeichnend für diese Erzgebirgslandschaft sind tiefeingeschnittene Täler mit wiederkehrendem Richtungswechsel sowie Hochflächen, bedingt durch den für das Westerzgebirge charakteristischen Gesteinswechsel.

    Geyer erstreckt sich mit seinem Kern entlang eines Tales, welches das Gebirgsmassiv in Nordwest-/Südost-Richtung verteilt.
    Die planmäßige Anlage der Stadt, wie sie nach dem letzten großen Stadtbrand von 1863 in noch deutlich ablesbaren Grundzügen entstand, wird an der Gitternetzstruktur des Straßensystemes sichtbar.

    Geyer ist die zweitgrößte Siedlung des Kreises Annaberg mit einem Territorium von 1.900 ha und etwa 5.500 Einwohner.

    Die industrielle Struktur des Ortes war bisher bestimmt von der metallverarbeitenden-, der Strumpf-, Textil- und der Elektronischen Industrie. Auch gibt es eine intensive landwirschaftliche Nutzung.

    Der Erholungswert des Ortes ist gut. Geyer ist bekannt als die „Stadt der Binge“, da sich hier die zweitgrößte Binge des Erzgebirges befindet, die ein beeindruckendes Zeugnis der Geschichte des Erzgebirges darstellt. Geyer und seine nähere Umgebung erfüllen eine wertvolle Funktion für das Erholungswesen des Kreises Annaberg und des Bezirkes Chemnitz. Dies steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der landschaftlich reizvollen Lage in einem malerischen Seitental der Zschopau, mit dem großen Waldgebiet des geyrischen Waldes, seiner Nähe zum Landschaftsschutzgebiet „Greifensteingebiet“, dem Naturschutzgebiet „Hermansdorfer Wiesen“ sowie mit dem sich auf geyrischer Flur befindenden überregionalen Erholungsgebiet Geyerscher Teich „Greifenbach Stauweiher“.

    Aus der Presse sind Ihnen sicher die vielfältigen Schwierigkeiten bekannt, mit denen die Bürger im Gebiet der früheren DDR zu kämpfen haben. Geyer erhofft sich durch die Partnerschaft eine Unterstützung ihrer Gemeinde durch persönliche und wirtschaftliche Kontakte und Austausch auf der Ebene der Gemeindeverwaltungen.

  • Urretxu

    Urretxu

    Die baskische Stadt Urretxu

    Die Gemeinde Urretxu wurde am 03.10.1083 gegründet.

    Die Stadt liegt in einem Bergtal der Pyrenäen. Überwiegend ist in Urretxu Industrie angesiedelt, vorherrschend die sog. „Kleinindustrie“. Zum Teil gibt es auch etwas Ackerbau, betrieben durch selbständige Landwirte. Die Bauernhöfe sind zumeist außerhalb des Ortes angesiedelt.

    Urretxu mit seinen 7.000 Einwohnern hat eine ausgezeichnete Verkehrsanbindung sowohl durch Eisenbahn wie auch durch ein gutes Straßennetz.
    Die geographische Lage ist sehr günstig. Es sind 58 km nach der Provinzhauptstadt San Sebastian, einem touristischen Zentrum, in dem jährlich ein Kino-Festival stattfindet. 56 km entfernt ist Vitoria, die Hauptstadt der Basken-Provinz „Alava“ und Sitz der autonomen baskischen Regierung.

    60 km benötigt man nach Bilbao, einer Stadt mit großer Industrie und 80 km nach Pamplona, in aller Welt durch das Fest „San Fermin“ bekannt (Hemingway-Roman „Fiesta“).

    Die hohe Blüte der Stadt Urretxu in der Vergangenheit wurde durch die Weltwirtschaftskrise jäh gebremst. Urretxu ist jetzt eine Gemeinde, die aus ökonomischer Sicht in die Mittelklasse einzuordnen ist. Stadtrat und Bürgerschaft haben die Hoffnung, durch neue Perspektiven und mit dem Fleiß des baskischen Volkes die zukünftigen Aussichten ihrer Region positiv zu beeinflussen.